zurück zu praesenzstellen.de

Rückblick: Filmworkshop für Jugendliche in Neuruppin

Die Junge Filmuni der Filmuniversität Babelsberg KONRAD WOLF war für einen 6-tägigen Film-Workshop in der Jugendkunstschule in Neuruppin zu Gast.

In der zweiten Herbstferienwoche erarbeiteten die teilnehmenden Jugendlichen im Alter von 11-18 Jahren gleich zwei Kurzfilme zum Thema „Brandenburger Zukunfts(t)räume“. In dem von der Präsenzstelle Prignitz organisierten und von der Jungen Filmuni inhaltlich geführten Workshop setzten sich die Teilnehmenden damit auseinander, was ihre Region bzw. ihren Wohnort besonders macht, was sie gerne verändern oder bewegen möchten. Begleitet wurden sie dabei von der erfahrenen Filmemacherin Judith Beuth und dem Studenten der Filmuniversität Babelsberg KONRAD WOLF Patrick Wallochny.

Wie entsteht ein Film, wie entwickelt man Ideen, was ist ein Drehplan, wie funktioniert die Kamera, wer sorgt für den Ton und wie wird das Ganze dann geschnitten? An sechs sehr intensiven Tagen wurden all die Fragen beantwortet und direkt umgesetzt. Und das mit einer gehörigen Portion Perfektionismus und Aufregung, denn am letzten Workshop-Tag waren die Eltern, Freunde, Vertreterinnen und Vertreter der Fontanestadt Neuruppin und die Presse eingeladen, sich die fertigen Filme anzuschauen. Bis zur letzten Minute wurde also gebastelt, gedreht und geschnitten.

Ein Film thematisiert die Umweltverschmutzung am Seeufer in Neuruppin und die Problematik des Entenfütterns, hierzu mussten viele Szenen und Töne am Wasser eingefangen werden, das auch bei schlechtem Wetter. Außerdem wurden Passantinnen und Passanten zu ihren Ansichten interviewt.

Das andere Film-Team setzte sich mit dem historischen Ereignis des Neuruppiner Stadtbrandes von 1787 auseinander und startete zunächst mit einer Recherche im Neuruppiner Museum. Besonders bemerkenswert fanden die Jugendlichen die ausgestellten Briefe, die in der direkten Folge des Brandes von verschiedensten Bürgern und sogar dem König verfasst wurden. Diese sollten eine wichtige Rolle im zu drehenden Film bekommen. Um die Geschehnisse aus heutiger Sicht einzuordnen, interviewten die jungen Filmemacherinnen und Filmemacher die Museums-Direktorin, Maja Peers-Oeljeschläger, zum Ereignis.

Am Ende des Workshops standen nicht nur zwei tolle Kurzfilme, auf die die jungen Filmemacherinnen und Filmemacher stolz sein dürfen, sondern auch der innige Wunsch, dass dieses Format unbedingt wiederholt werden müsse und dann gerne noch länger gehen darf.

Wir bedanken uns bei der Jungen Filmuni mit Laura Caesar, Judith Beuth und Patrick Wallochny für diese intensive und tolle Workshop-Woche. Außerdem geht unser Dank an die F.C. Flick-Stiftung, die dieses Projekt mit einer Förderung unterstützt hat.

Zu den Kurzfilmen:

"Bitte nicht" - Die Enten von Neuruppin - ein Film von Anton, Heinrich, Marcis und Patrick zum Thema "Enten füttern". 

"Es war einmal in Neuruppin" - ein Film über den Neurppiner Stadtbrand von Kim-Sophie, Alvin, Florian und Artur.

Impressionen aus der Workshopwoche:

Silvia Last

Standortverantwortliche - Neuruppin
2EC41646-0AEA-49F2-B5DD-CAE2E4461B6E
FBF303F6-1BD9-44BE-8141-725E28CF8F63
54FDA606-E45F-42F3-8CE1-3338F550BF16